Fr. 12.11.2021  19:30–21:00 Uhr

"Uns trägt kein Volk" - Kunst in Deutschland während des Nationalsozialismus

Vortrag mit Bildbeispielen

Die Bemerkung Paul Klees 1924 in Jena geschah lange vor der Verfemung und Verfolgung moderner Künstler und ihrer Werke durch die Nationalsozialisten. Vorurteile gegen alles Fremde und Neue hatte es auch vorher schon gegeben. Der Vortrag der Hamburger Kunsthistorikerin Dagmar Lott-Reschke beleuchtet die Vorgänge der systematischen Gleichschaltung im Bereich der Bildenden Künste seit 1933 bis hin zur Plünderung der deutschen Museen und dem Ausverkauf der Moderne. Die Aktion „Entartete Kunst“ zielte aber nicht nur auf die Auslöschung einer kritischen Minderheit, vielmehr war sie Teil des Holocaust. Mehr denn je bemühen sich Provenienzforscher*innen wie Frau Lott-Reschke um den Fund und die Restitution enteigneter und geraubter Kunstwerke an ihre rechtmäßigen Eigentümer. Die Schatten dieses düsteren Kapitels deutscher Geschichte reichen bis in unsere Zeit.
Dagmar Lott-Reschke (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ernst Barlach Haus in Hamburg.

Eintritt: 3 Euro. 

Wegen der dort geltenden Hygienevorschriften informieren Sie sich bitte auf der Webseite www.kulturwerkstatt-harburg.de

Veranstalter
KulturWerkstatt Harburg e.V.
Referent
Dagmar Lott-Reschke (M.A.), Ernst-Barlach-Haus Hamburg
Ort
KuturWerkstatt Harburg e.V.
Kanalplatz 6, 21079 Hamburg

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