Fr. 21.09.2018  19:30–21:00 Uhr

Gunter Demnig, der "Vater" der Stolpersteine, spricht in Harburg

1996 verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig die ersten Stolpersteine in Köln und Berlin – damals noch illegal. Inzwischen hat er in 22 Ländern Europas rund 67.000 Stolpersteine verlegt – mit behördlicher Genehmigung – und damit das weltweit größte dezentrale Mahnmal geschaffen.

Die Stolpersteine sollen an Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert wurden und meist dem Holocaust zum Opfer fielen oder die unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert wurden oder Zwangsarbeit leisten mussten. Die Steine, die auf der Oberseite kleine Metallplatten mit den Namen der Opfer tragen, verlegt er vor deren einstigen Wohnungen im Straßen- oder Gehwegpflaster.



Sein Credo ist ein Satz aus dem Talmud: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“. Das will er verhindern. Tausende von freiwilligen Helfern europaweit unterstützen ihn dabei.

In Harburg ist es die 'Initiative Gedenken in Harburg', durch deren Engagement mittlerweile 207 Stolpersteine in Harburg und Wilhelmsburg verlegt werden konnten. Weitere 22 Steine werden am 22. September 2018 folgen.
Im 20. Jahr ihres Bestehens hat die 'Initiative Gedenken in Harburg' Gunter Demnig eingeladen, über sein Projekt zu berichten.

Veranstalter
Initiative Gedenken in Harburg
Referent
Gunter Demnig
Ort
Gemeindehaus St. Trinitatis
Bremer Straße 9, Hamburg-Harburg

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