Harburger Gedenktage

Eine Hauptaufgabe der Initiative Gedenken in Harburg ist es, die jährlichen Harburger Gedenktage zu organisieren. Sie finden jedes Jahr um den 9. November, den Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938, statt und werden mit vielfältigen Veranstaltungen begangen. Neben Ausstellungen werden Vortrags- und Filmabende, Lesungen, öffentliche Zeitzeugengespräche oder Exkursionen angeboten.

Ab 2017 planen wir, eine größere Zahl von Harburger Kulturträgern an der Gestaltung der Gedenktage zu beteiligen. Unsere Koordinatorin für die Neugestaltung der Gedenktage, Frau Katja Hertz-Eichenrode, hat die möglichen Aktivitäten hier zusammengefasst. Weitere Anregungen und (möglichst konkrete) Angebote für die Beteiligung nimmt sie unter gedenktage[at]gedenken-in-harburg[dot]de gern entgegen.

Jeweils am 10. November wird die zentrale Harburger Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht auf dem Jüdischen Friedhof Harburg und am Mahnmal der ehemaligen Harburger Synagoge begangen. Neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern beteiligen sich daran auch Vertreter des Bezirksamts und der Bezirksversammlung.
Jahr um Jahr machen wir dabei auf eine andere Opfergruppe des Nationalsozialismus aufmerksam. Bisher waren dies:

  • Fußball in der NS-Zeit (2016)
  • 1943 - 1947 Ende und Anfang (2015)
  • Ausgegrenzt - Wohnungslose, Randständige und "Gemeinschaftsfremde"  im Nationalsozialismus (2014)
  • stille Helfer (2013)
  • Frauen in KZ-Haft (2012)
  • Deserteure (2011)
  • Jüdische Kinder im Exil (2010)
  • Homosexuelle (2009)
  • Jehovas Zeugen (2008)
  • Bündische Jugend (2007)
  • „Swingjugend” (2006)
  • Jugendliche im Kriegseinsatz (2005)
  • Psychisch Kranke und Behinderte (2004)
  • Osteuropäische Zwangsarbeiter (2003)
  • Bekennende Christen und stille Helfer (2002)
  • Anhänger der Arbeiterbewegungen (2001)
  • Freunde der Weißen Rose (1999)
  • Juden (1998)
Thema der Gedenktage 2012: Frauen in KZ-Haft
Originalfoto: Frauengruppe in einem Konzentrationslager
Zeitzeugengespräch mit Peggy Parnass im Harburger Rathaus, 2010
Die Zeitzeugin Peggy Parnass auf einer Veranstaltung
Ilse Rinck bei der Eröffnung der Ausstellung über die Verfolgung behinderter Menschen aus Harburg in der NS-Zeit, 2004
Ilse Rinck hält die Eröffnungsreder bei der Ausstellung über die Verfolgung behinderter Menschen aus Harburg während der NS-Zeit